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Die junge Deutsche Marie (Rosalie Thomass) ist eine, die auszieht, das Fürchten zu lernen. Auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust ihrer großen Liebe reist sie für die Organisation Clowns4Help in die Präfektur Fukushima. Zusammen mit dem Clown Moshe (Moshe Cohen) will sie den überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011, die auch Jahre später immer noch in Notunterkünften leben, ein wenig Freude bringen. Schweres leichter machen. Eine Aufgabe, für die Marie, das muss sie sich schon bald eingestehen, überhaupt nicht geeignet ist.

Doch bevor sie erneut davon läuft, beschließt Marie, ausgerechnet bei der störrischen alten Satomi (Kaori Momoi) zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die aber beide – jede auf ihre Art – in der Vergangenheit gefangen sind und lernen müssen, sich von ihren Schuldgefühlen und der Last ihrer Erinnerungen zu befreien.


Mit GRÜSSE AUS FUKUSHIMA hat das Team des Sensationserfolgs KIRSCHBLÜTEN – HANAMI (2008) erstmals wieder zusammengefunden: Autorin und Regisseurin Doris Dörrie, die Produzenten Harry Kügler und Molly von Fürstenberg und der Verleiher Benjamin Herrmann. Mit ihrem neuen Kinofilm ist es der Ausnahmeregisseurin und -autorin Doris Dörrie einmal mehr gelungen, eine universell-poetische Geschichte vom Leben und Loslassen zu erzählen. Erstmals entstand einer ihrer Spielfilme komplett in Japan und komplett in eindrucksvollem Schwarzweiß. Die Hauptrollen in GRÜSSE AUS FUKUSHIMA haben Rosalie Thomass (EINE GANZ HEISSE NUMMER, BESTE CHANCE), die für ihre Rolle als Beste Darstellerin mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, und Kaori Momoi (DIE GEISHA) übernommen.

Der Film wird seine Weltpremiere bei den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin (11. bis 21.2.2016) in der Reihe Panorama Special feiern.

 







  • TRAILER    
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  • MAKING OF    













"Dieser Film ist ganz große Kunst. Ein traurig-schönes Leuchtfeuer in schwarz-weiß. Zwischen Totentanz und großem Jauchzen. Ein Film, der einem das Leben teuer macht. So schön…"


Donna


"Erinnerungen loslassen, Erinnerungen bewahren.Ein schmerzhaft-schöner Film.“


Barbara


"Ein ziemlich schönes Meisterwerk, bei dem einem Hören und Sehen vergeht.“


Jungle World


"Bildgewaltig in elegantem schwarz-weiss.“


Madame


"Die beiden unterschiedlichen Frauen in GRÜSSE AUS FUKUSHIMA finden in ihrer Einsamkeit eine gemeinsame Sprache und unterstützen sich dadurch sich ihrer Vergangenheit zu stellen - was durchaus auch mit humorvollen Anteilen umgesetzt ist.“


AVIVA


"Ein wirklich bemerkenswerter Film!“


ARD Kulturradio rbb​


"Ein sehr persönlicher und fesselnder Film!“


NDR Kulturjournal


"Der Film überzeugt als filmischer Essay über die Kunst, sich dem Leben zu stellen und die raue Schönheit der Todeszone von Fukushima steht für Fragilität der Existenz im Allgemeinen.“


MISSY Magazine


"Ein wirklich, wirklich, wirklich schöner Film! ... In GRÜSSE AUS FUKUSHIMA geht es um Verlust, Heimat, Schmerz und nicht zuletzt um die Frage, ob wir anderen helfen, damit es uns selbst besser geht. Große, hochaktuelle Themen, die Doris Dörrie da anpackt. Sie tut es in schwarzweiß und sehr poetisch. ... Marie scheitert mit ihrer Mission, Schweres leicht zu machen. Doris Dörrie ist das wieder einmal gelungen.“


ZDF Aspekte


"Der Film zeichnet ein authentisches Bild von dem Leben nach der Katastrophe. Der Verlust von Kultur, Hab und Gut, geliebten Menschen ist greifbar. Zugleich erzählt GRÜSSE AUS FUKUSHIMA die rührende Geschichte von zwei ungleichen Frauen, die einander Hoffnung geben."


OutNow


"Das schwarz-weiß gedrehte Drama erzählt eine universelle, poetische Geschichte vom Loslassen und Weiterleben.“


radioeins Berlinale Nighttalk


"Ich mochte Dörries Art der Auseinanderstzung mit Japan bereits in Hanami. Denn im Gegensatz zu Lost in Translation, den ich nur noch schwer ertrage, weil in ihm das Unbekannte lächerlich gemacht und ausgestellt wird, sind es bei Dörrie höchstens die Deutschen, die das Nachsehen haben. Ihr neuer Film spielt nun ausschließlich in Japan, ist in schwarz-weiß gehalten und hat ein langsames, ruhiges Erzähltempo. Auf der Berlinale sah ich in verschiedenen Jahren die beiden Nuclear Nation Dokumentationen, welche Menschen aus der Fukushima-Region begleiten, die Monate in einer leerstehenden Schule und später in einem Container-Dorf verbringen müssen. Ich sah, wie sie zum ersten Mal ihre verwüsteten Häuser aufsuchten und Grüße aus Fukushima scheint mir nun die bestmöglichste Fiktion zu diesem Thema zu sein. Ein toller Film. (5/5)“


der Freitag


"Der Erfolgsregisseurin Doris Dörrie (60, "Männer") gelang mit "Grüße aus Fukushima" ein anrührend poetisches Drama. ... Die Schwarz-Weiß-Bilder sorgen für eine besondere Kraft."
N24


"Dörrie erzählt in "Grüße aus Fukushima" eine sehr poetische Geschichte vom Verlust, dem der Heimat genauso wie von dem eines Menschen."
SWR 2​


"Ein mitreißender Film über Flüchtlinge im eigenen Land."
ZDF Mittagsmagazin


"Mit „Grüße aus Fukushima” legt Doris Dörrie ihren dritten Japan-Film vor. Es ist der beste Film der Trilogie, es ist ihr bester Film überhaupt! … Die deutsche Schauspielerin Rosalie Thomass habe sofort zugesagt, ebenso wie die Japanerin Kaori Momoi, die für den Film einen besonderen Glücksgriff darstellt. Momoi spielt die einsame Geisha so überwältigend berührend, als ob sie stellvertretend für ganz Japan den Schock verkraften muss. … „Grüße aus Fukushima” funktioniert hervorragend. Doris Dörrie ist gelungen, die Schicksale der beiden Frauen mit dem Drama Fukushimas zu vereinen und eine berührende, traurige und zuletzt hoffnungserfüllte Geschichte zu erzählen."
Forum – Das Wochenmagazin


"Regisseurin Doris Dörrie und Japan: Das funktioniert immer wieder perfekt. Wie schon bei dem Senationserfolg „Kirschblüten – Hanami“ spielt ihre bewegende universell-poetische Geschichte um zwei Frauen im ostasiatischen Inselstaat. Obwohl beide total unterschiedlich sind, lernen die junge Marie und die alte Geisha Satomi in dieser „Education sentimentale“, sich von ihren belastenden Erinnerungen zu befreien. Eine unglaublich anrührende Seelenreparatur in eindrucksvollem Schwarzweiß im Sperrgebiet der verstrahlten Zone nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Dabei besticht besonders die schauspielerische Leistung der jungen Hauptdarstellerin Rosalie Thomass. Ihr bei den Wechselbädern der Gefühle zwischen Enttäuschung, Wut, Hoffnung und Bemühen zuzusehen, ist sehr berührend. … „Wir versuchen seit vielen Jahren, uns in die Realität zu schmuggeln“, verrät Dörrie über die Art ihrer Inszenierung, „und nicht die Realität dazu zu verdonnern, unseren Vorstellungen zu entsprechen, wie wir sie mal im Drehbuch festgelegt haben“. Vielleicht gelingen der 60jährigen Wahlmünchnerin deshalb so anrührende Szenen, die scheinbar italienischen Neorealismus mit dem poetischen Realismus des französischen Kinos verknüpfen. In ihrem Schwarz-weiß Universum wirken selbst die schlichten Aufnahmen spektakulär, überformen die harte Wirklichkeit und unterstreichen effektvoll die Stimmungslage ihrer Charaktere. Dörrie begeht auch diesmal nicht den Fehler, nach Schuld und Opfern zu fragen, sondern beobachtet über die individuellen Verstrickungen zurückhaltend präzise, warum ihre Figuren sind, wie sie sind. Nicht zuletzt deshalb funktionieren selbst die leichten, potentiell berührenden Momente, die ihre einzigartige Filmsprache auszeichnen. Immer wieder blitzt dabei ihr großes Talent für feine Beziehungszeichnungen auf. Bei ihr sind die Dinge immer in der Schwebe und können selbst in ihrer größten Tragik durchaus komisch sein. Besonders die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin Rosalie Thomass besticht: Überzeugend, mit genau gesetztem Einsatz ihrer Mimik, agiert die gebürtige Münchnerin neben der charismatischen japanischen Darstellerin Kaori Momoi als hilflose Helferin und gelehrige Schülerin. Mit einer interessanten Mischung aus Selbstvertrauen und seelischer Fragilität spielt sie ihre Heldin Marie. Egal wie zerbrechlich sie wirkt, ahnt man ihre Stärke. Die Wechselbäder ihrer Gefühle zwischen Enttäuschung, Wut, Hoffnung und Bemühen zu sehen, berühren. Kein Wunder, dass die 28jährige in so kurzer Zeit zur großen Nachwuchshoffnung des deutschen Films avancierte."


Programmkino.de


"Eine einzigartige Bildsprache in Grü.e aus Fukushima und die rührende Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ist Meditation, Reise zu einem selbst und Kampf mit den eigenen Geistern (nicht nur aus der Vergangenheit) zugleich. Diesen Film macht der humorvolle Blick und die lebensbejahende Geschichte zu einem besonderen Erlebnis. Für mich schon jetzt eine DER positiven Filmüberraschungen des Jahres 2016!"
BiZZ


"Acht Jahre nach “Kirschblüten” kehrt Doris Dörrie nach Japan zurück, um im Land der aufgehenden Sonne erneut einen Menschen aus unserem Kulturkreis sich selbst finden zu lassen. In eindringlichem Schwarzweiß realisiert, greift der Film die Katastrophe von Fukushima auf, die immer auch ein Gegengewicht bildet zum menschlichen Schicksal der Heldin des Films – wunderbar gespielt von Rosalie Thomass. Wie immer gelingt es Dörrie, das Innenleben ihrer Figuren mit großer Wahrhaftigkeit zu zeichnen."
kino.de


"Mal meditativ, mal zornig. Immer poetisch. So erzählt Doris Dörries GRÜSSE AUS FUKUSHIMA eine bewegende Geschichte über den Kampf ums Weiterleben. Ein Berlinale-Highlight!"
BR kinokino


"Mit viel Humor und in poetischen schwarzweiss-Bildern… Der Film bekommt beinahe eine heitere Leichtigkeit – auch Dank der wunderbaren Darstellerinnen."
arte metropolis


"In mehrerlei Hinsicht Dörries bester Film der letzten Jahre."
events


"Mit GRÜSSE AUS FUKUSHIMA bringt Doris Dörrie uns die Mentalitäten und Traditionen Japans näher, lässt ihre beiden Darstellerinnen mitreißend Schmerz und Schuldgefühle ausloten, während um Haltung gerungen wird. Das Ergebnis kommt so authentisch wie kinomagisch rüber."


Frizz Frankfurt


"Ein mutiger Film!“


3sat Close up


"Rosalie Thomas füllt ihre Figur Marie wunderbar natürlich mit Leben. Diese lernt im Zusammenspiel mit der strengen Satomi mehr als die Geisha-Qualitäten, sie begreift etwas von der buddhistischen Idee des Loslassens. Der Culture Clash zwischen den beiden so verschiedenen Frauen sorgt auch häufig für amüsante und absurde Situationen. … Nach diesem Film geht man mit seiner Teetasse anders um als zuvor. Und wer weiß: vielleicht ja auch mit dem ganzen Leben. … Wer erlebt hat, wie Dörries KIRSCHBLÜTEN-HANAMI wochenlang für Gesprächsstoff in den Kinofoyers sorgte, weiß, dass Dörrie die großen Fragen und Wünsche des Individuums reflektiert wie keine andere Kinomacherin dieses Landes.“


choices


"Ein einfühlsam erzählter Film von Doris Dörrie.“


arte Magazin


"Eine sensibel beobachtete Annäherung an zwei unterschiedliche Frauen. … Mit diesem glänzend gespielten und formal überzeugenden Kammerspiel über Hysterie und Radioaktivität erfindet Doris Dörrie sich neu."
epd Film


"Starke Bilder aus dem verwüsteten Tsunamigebiet."
TV digital


"Doris Dörrie hat erneut mit einem kleinen Team gedreht, was ihrem Film eine berührende Unmittelbarkeit verleiht. GRÜSSE AUS FUKUSHIMA verbindet scheinbar Gegensätzliches, hat einen realistischen wie magischen Ton, gesetzt durch die famose Rosalie Thomass. Eine zarte und doch kraftvolle Geschichte, eingefangen in poetischen Schwarz-Weiß-Bildern. Leise und unaufdringlich erzählt Dörrie vom Sinn japanischer Traditionen, sie entführt den Zuschauer in die Welt der Geister und vermittelt in der Auseinandersetzung mit Schmerz und Schuldgefühlen eine Haltung, die nicht nur Maries Einstellung zum Leben verändert. - Faszinierende Bilder zwischen Poesie und Realismus. Daumen hoch."
TV Spielfilm


"Doris Dörrie ist für die in exzellenten Schwarzbildern gestaltete Katastrophentherapie nach Japan gereist. Anders als „Erleuchtung garantiert“ und „Kirschblüten“, die sich mit der japanischen Kultur auseinandersetzten, geht es in dieser universal-poetischen Geschichte um die Erlebnisse einer Deutschen, die Japan und seine Menschen erst begreifen muss, um so auch das eigene Leben verstehen zu können. Erleuchtung mehrfach garantiert."
Lift Stuttgart


"Für ihre melancholische Meditation über Leben und Loslassen findet Doris Dörrie in Japan zu intensiven Kinomomenten in brillanten Schwarz-Weiß-Bildern."


Kölner Illustrierte


"In schönen Schwarz-Weiß-Bildern einfühlsam inszeniert.“


Schnüss


"Eine melancholische Komödie in Schwarz-Weiß von Doris Dörrie.“


Literatur Spiegel


"Japanexpertin Doris Dörrie („Kirschblüten - Hanami“) erzählt ihre vor Ort in Fukushima in Schwarzweiß gedrehte Geschichte auf sehr persönliche, dabei semi-dokumentarische Weise. Die monochromen Bilder sorgen für Distanz und Irrealität einerseits, lassen die zerstörte Landschaft und die verstrahlten Hinterlassenschaften andererseits in poetischem Glanz erscheinen. Eingewoben sind auch immer wieder japanische Mythen und Mysterien, die ein aufgeschlossenes Publikum begeistern werden. Gleichzeitig ist Dörries Film auch ein starkes Statement gegen das Vergessen und gegen die Atomkraft.“


Gig


"GRÜSSE AUS FUKUSHIMA ist eine von Dörries schönsten Filmen überhaupt. Es geht darum, wie man wann was im Leben richtig macht, ob man glücklich ist, genug verdient, und wie tief ein Mensch fallen kann. Das knallt schon rein, aber es gibt keine Antworten aus dem Sachbuch der Küchenpsychologie. Dafür umwerfende Schwarzweiß-Bilder, teils von bizarrer Schönheit. … Hier zeigt sich das große erzählerische Talent von Dörrie, sie weiß um die Melancholie, der jede Weinerlichkeit fremd ist. … Eine schöne Paareskonstellation, die Dörrie da ersann: Es geht um Kompensation schmerzlichen Verlusts und tiefer Schuld. Und da sind die beiden unterschiedlichen Frauen sehr nah beieinander. Und noch einmal zu den Bildern: Dörrie und ihr Kameramann Hanno Lentz gelingt s, dem Infernalischen ureigne Schönheit und eigenwilligen Zauber zu entlocken."


Player


"GRÜSSE AUS FUKUSHIMA erinnert in wunderbaren Schwarz-Weiß-Bildern daran, wie wertvoll das Leben ist. Berührend!“


Donna


"Regisseurin Doris Dörrie weiß, wer gut ist. Deshalb gab sie die Hauptrolle von GRÜSSE AUS FUKUSHIMA an Rosalie Thomass.“


Petra


"Doris Dörrie scheut sich nicht, die schweren Themen des Lebens anzupacken und vermag es dabei doch, Leichtigkeit zu verbreiten."


Bayern 2


"Sensibilität und Witz prägen das Buch wie auch den am Originalschauplatz gedrehten Film. .. Ein bei aller Professionalität leicht und fast improvisiert wirkender Film. Rosalie Thomass und Kaori Momoi spielen die gegensätzlichen Frauenfiguren anrührend, authentisch und ganz ohne Verschwesterungspathos. … Die mit großer Sensibilität ebenso leicht wie poetisch inszentierte Geschichte fügt sich perfekt in die gespenstischen Originalschauplätze ein. Mit stimmigen Bildern und wunderbaren Hauptdarstellerinnen erzählt der liebevoll gestaltete Film eine universell gültige Geschichte vom Leben und vom Abschiednehmen.“


Filmdienst


"Teils bedrückend – immer berührend!“


myway


"Eine poetische Geschichte übers Loslassen.“


für sie


"Aus einem guten Anliegen wir nicht immer ein guter Film. Regisseurin Doris Dörrie ist das Kunststück mit GRÜSSE AUS FUKUSHIMA gelungen. … Dass Doris Dörrie ein berührender Film gelungen ist, liegt auch an Rosalie Thomass mit ihrer unverbrauchten Natürlichkeit. Eine großartige Liebeserklärung an Japan – und das Leben!"


Gala


"Sehenswert!“


Brigittte


"Dörrie weiß die Balance zwischen Traurigkeit und Heiterkeit zu halten. Ein leiser und kluger Film.“


cinearte


"Doris Dörrie hat erneut mit einem kleinen Team gedreht, was ihrem Film eine berührende Unmittelbarkeit verleiht. GRÜSSE AUS FUKUSHIMA verbindet scheinbar Gegensätzlihces, ist authentisch und magisch zugleich. Eine zarte Geschichte, eingefangen in poetischen Schwarz-Weiß-Bildern. Leise und unaufdringlich vermittelt Dörrie in der Auseinandersetzung mit Schmerz und Schuldgefühlen eine Haltung, die nicht nur Maries Einstellung zum Leben verändert. Fazit: Faszinierende Kinobilder zwischen Poesie und Realismus.“


cinema


"GRÜSSE AUS FUKUSHIMA ist keine platte Culture-Clash-Komödie, wie man sie in den vergangenen Jahren zur Genüge gesehen hat, sondern eine sensible Studie über zwei Frauen, die sich gegenseitig aus ihrem Erinnerungssumpf ziehen, mit subtilem Humor und philosophischer Eleganz."


Mittelbayerische Zeitung


"Wieder einmal ist es Doris Dörrie gelungen, mit einem sensibel agierenden Schauspieler-Ensemble einen anrührenden Film zu schaffen, der den zahlreichen Lehrer-Schüler-Geschichten des japanischen Kinos eine weibliche Variante entgegensetzt. Bei aller Tragik bewahrt er seine humorvollen Momente und bringt dem Zuschauer erneut die japanische Kultur und deren Menschen näher.“


biograph


"Doris Dörrie hat diesen Film, der eben nicht eine Variante ihres Japan-Exotik-Erfolgs „Kirschblüten-Hanami“ aus dem Jahre 2008 ist, mit glücklicher Hand gedreht. Vom ersten bis zum letzten Bild entsteht da ein so realistischer wie poetischer „Raum“, und es zeigt sich, dass es klug war, den Film in schwarz-weißen Bildern zu drehen. Die exquisite Kamera ist mobil, aber niemals nervös oder zappelig, denn alle Aufnahmen sind in authentischen Szenarien gedreht worden. Natürlich besteht ein großer Reiz des Filmes im Kontrast der Kulturen und Zivilisationsformen, aber selbst Fukushima ist hier nicht bloß exotische Fassade. Doris Dörrie gelingt es scheinbar mühelos, die Kontraste miteinander zu verbinden. Wunderbar ist auch die Musik in diesem Film, oft sind es nur hingetupfte Klaviertöne. Und Rosalie Thomass spielt mit hinreißender Präsenz, Spontanität und Sensibilität die Figur der jungen Lebenssinnsucherin. Einer der besten Filme von Doris Dörrie!“


plärrer


"Doris Dörrie und ihr Kameramann Hanno Lentz verweben Satomis und Maries Schicksale zu einer traumgleichen Geschichte voller Poesie, aber auch voller Abgründe. Es geht vor allem darum, das Alte loszulassen und Neues zu wagen. Und trotz allen Leids Haltung zu bewahren. Auch wenn vieles bedrückend ist, gelingt Dörrie das Kunststück, ihrem Film trotzdem Leichtigkeit und einen subtilen Humor zu verleihen - nicht zuletzt dank Rosalie Thomass und Kaori Momoi. Geradlinig, natürlich und ohne Pathos spielen sie ihre Rollen und verleihen ihnen dadurch eine große Überzeugungskraft.​"


dpa


"Ein Gedicht aus Bildern, Blicken und Musik.“


Der Spiegel


"Schweres leicht zu machen... Das ist eine Herausforderung - im Leben wie im Film - und nicht gerade eine deutsche Stärke. Die Regisseurin Doris Dörrie hat diese Herausforderung angenommen - und bestanden! Dörries poetischer Schwarzweiß-Film entlässt den Zuschauer mit Wärme und Heiterkeit. Ein Film, der trösten kann und lange nachwirkt.“


ZDF heute journal


"Ein in feinstem Schwarz-Weiß gefilmtes, strenges, doch schwereloses Spiel über Haltung und Schuld, Respekt und Trauer, das wahre Leid und das Erlernen von Leichtigkeit.“


Die Welt


"Große spirituelle und poetische Kraft!"


Hamburger Morgenpost


"Für ihre melancholische Meditation über das Leben und das Loslassen erfindet Doris Dörrie erneut – wie schon in „Kirschblüten – Hanami“ – in Japan intensive Kinomomente. … Doris Dörrie inszeniert ganz leicht und unbeschwert, schwebend fast in seiner Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge.“


Kölner Stadtanzeiger


"Wer hätte erwartet, dass der erste Spielfilm aus Fukushima so schön sein würde! … Ein Gedicht. … Außergewöhnlich, bedrückend, skurril.“


BR Capriccio


"Poetische Bilder aus der Todeszone. Großartige Darstellerinnen. Eine Würdigung der Opfer. Und am Ende ein kleiner Hoffnungsschimmer.“


SWR Kunscht!


"Ein wunderbares Schwarz-Weiß-Drama, das mit sanftem Humor und kitschfreier Nachdenklichkeit von einer ungewöhnlichen Frauen-Freundschaft erzählt.“


Bild


"Einfach ganz großes berührendes Kino, man sich unbedingt angucken sollte.“


WDR 5 Scala


"Ein bewegender Film über das Leben nach der Katastrophe. Über Geister der Vergangenheit und die Kunst, sie wieder verschwinden zu lassen. Regisseurin Doris Dörrie hat den Opfern ein filmisches Denkmal gesetzt.​"


Deutsche Welle


"Die Filme, die Doris Dörrie in Japan gedreht hat, sind wohl ihre besten. Weil sich ihre Faszination für die Kultur aufs Publikum überträgt. … Wie zwei Frauen hier gemeinsam gegen die Dämonen der Vergangenheit ankämpfen, das ist bewegend anzuschauen und dabei höchst unterhaltsam. Daumen hoch also für GRÜSSE AUS FUKUSHIMA – unsere Kinoempfehlung.“


NDR kultur


"Aus einem guten Anliegen wird sehr selten ein guter Film. Und gerade deswegen ist GRÜSSE AUS FUKUSHIMA eine so schöne Überraschung. … Was sich auf dem Papier etwas seltsam liest, entwickelt auf der Leinwand eine ganz eigene Magie. Denn Doris Dörrie gelingt es, eine bezaubernd poetische Sprache und Melodie für diese Geschichte zu finden. Und obwohl die Bilder schwarz-weiß sind, scheinen sie voller ganz eigener Farben und Kontraste zu leuchten. … Doris Dörrie schafft es sogar, die Geister der Verstorbenen in den Film einzubauen. Das könnte grotesk oder albern wirken. Aber hier ist das ganz ausgezeichnet gelöst und berührt einen deshalb sehr. Gedreht wurde übrigens tatsächlich in der gesperrten Zone um Fukushima. Täglich wurde die Strahlung gemessen. Und der authentische Drehort verleiht den Bildern eine ganz einzigartige Melancholie. GRÜSSE AUS FUKUSHIMA ist aber auch die Geschichte einer Meisterin und ihrer Schülerin. Und es ist ein sehr persönlicher Film. Denn in der der Hauptfigur steckt sehr viel Doris Dörrie. Meisterhaft ist das Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Rosalie Thomass und Kaori Momoi. Viele der Nebenrollen wurden übrigens von echten Überlebenden aus den Übergangslagern gespielt. GRÜSSE AUS FUKUSHIMA ist ein ganz besonderer Film geworden, besonders schön. Und deshalb bekommt er FÜNF von FÜNF Klassik Radio Sternen.“


Klassik Radio


"Ein glücklich und Hoffnung machender Film. Wunderbar!"


Aachener Nachrichten


"Doris Dörrie gelingt es, mit ihrer liebevollen Hommage an das klassische japanische Kino dem Zuschauer eine andere Perspektive auf die Welt und das Leben zu eröffnen.“


WAZ


"Eine fast poetische Geschichte, die alle im Saal von der ersten Sekunde an in den Bann zieht. … Zum Glück gibt es solche Filme!“


tz


"So bedrückend wie heiter – und auf der Berlinale bejubelt!“


Szene Hamburg


"Auch wenn es verstrahlt ist: Doris Dörries wunderbarer Spielfilm handelt von der tröstlichen Freundschaft zweier Frauen vor dem Hintergrund einer gigantischen Umweltkatastrophe. … Der Culture Clash wird mit viel Liebe zum Detail zelebriert. Dabei wirkt alles so leicht, denn Dörrie lässt ihre Schauspielerinnen machen, was sie können. … Es ist eine Katastrophe mit dieser Katastrophe – aber das Leben ist mit dem Tod nicht unbedingt vorbei, das sollen wir mitnehmen. Das ist die Botschaft in dieser schönen, dichten Geschichte.“


zeozwei


"Ein sensibles west-östliches Frauenporträt. … Danke für diesen schönen Film, Frau Dörrie!​"


Badische Zeitung


"Pünktlich zum fünften Jahrestag der Dreifachkatastrophe von Fukushima kommt Doris Dörries vor Ort gedrehter Film ins Kino, der einmal mehr von der Kunst der Regisseurin zeugt, das Tragische mit Leichtigkeit zu verbinden. … Sehr sensibel, mit feinem Humor erzählt Dörrie von der Annäherung zweier unterschiedlicher Frauen und davon, wie die Aneignung fremder Schmerzen und Erinnerungen am Ende beide von ihren Geistern erlöst. Die postapokalyptische Landschaft von Fukushima erscheint dabei wie ein Spiegel der Versehrtheit zweier Seelen. In stimmigem Schwarzweiß zaubert Dörrie eine höchst poetische "Geistergeschichte" auf die Leinwand, die die Tragik der Ereignisse nie verleugnet, aber auch nie ins Deprimierende kippt. Im Gegenteil: "Grüße aus Fukushima" hat in mehrfacher Hinsicht tröstende Wirkung hat.“


Nürnberger Nachrichten


"Aus Schamanismus, japanischer Weisheit und Tradition mixt Dörrie uns einen Cocktail, der durch kleine Komik-Spritzer sehr belebend wirkt. Menschlichkeit ist das Gegengift zur Depression in Fukushima. Fein gespielt, warmherzig und rührend, dazu starke Bilder.“


Ruhr Nachrichten


"Eine superbe Synthese aus der Lakonie des frühen Jim Jarmusch und der Einsamkeitspoesie der japanischen Sixties-Erfolge!“


Saarbrücker Zeitung


"Doris Dörrie ist eine leise und unaufdringliche, berührende und manchmal auch humorvolle Auseinandersetzung mit den Themen Sinnsuche, Verlust und Heimat gelungen. Empfehlenswert."


Deutschlandfunk Corso


"Niemals voyeuristisch, mit großer Sesibilität für diese verjährte Landschaft und der Film zeigt gleichzeitig, wie in einer solchen Wüste eben doch wieder Leben entstehen kann, nicht zuletzt dadurch, dass die Menschen ihre Erinnerung bewahren. Ein wunderschöner Film - Daumen hoch.“


MDR Figaro


"Ein meditatives Filmgedicht und sehenswert ungewöhnliches Kammerspiel.“


BR 2 kulturWelt


"Nachdenklich, heiter und zu Herzen gehend.“


SWR2 Kultur aktuell


"Dieser Film ist auf Ruinen geboren. Auf Staub und Tod. Doch er steht auch für neues Leben.“


Bild


"Das hätte in einer strahlenden Klischeehölle enden können. Tut es aber nicht. Weil es ein großes Vergnügen ist, dem Wechselspiel der jungen Rosalie Thomass und der legendären Kaori Momoi zuzuschauen. Sie spielen ihre Rollen nicht bloß, ihr Staunen und Entsetzen und Inderstilleversinken erreicht ein berührendes Maß an Authentizität. Weil diese seltsame, leise Kulturkampfgeschichte stets rechtzeitig abbiegt, wenn sie die Vorhölle des Klischees erreicht hat. Und weil Hanno Lentz Bilder von karger Poesie findet, mit denen die Wirklichkeit transparent gemacht wird für das Jenseitige und der Realismus ins Märchen kippt. Mit Marie und Satomi tanzen diese Bilder einen finster fröhlichen Tanz.​"


Die Welt


"Eine bewegende Geschichte einer schwierig-wunderbaren Frauenfreundschaft.“


Grazia


"Dörrie zeigt erneut, was sie gut kann: die Anatomie einer Freundschaft und extrem starke Frauenrollen inszenieren.“


stern


"Es sind all die kleinen, mit Sorgfalt inszenierten Momente, aus denen sich so nach und nach die Beziehung dieser beiden bis zum Schluss inkompatibel bleibenden Frauen ergibt. Doris Dörrie versteht es, in Satomi ohne Kitsch und falsches Pathos die Tragödie von Fukushima heraufzubeschwören, und dass sich ihr gegenüber mit Marie eine Figur behauptet, deren persönliche Tragödie sich auf eine geplatzte Hochzeit beschränkt, stellt sich am Ende nicht als Unverhältnismäßigkeit heraus, sondern als Lebenserfahrung.“


Berliner Morgenpost


"Ehrliche und eigenwillige Sinnsuche in poetischen Schwarz-Weiß-Bildern"


B.Z.


"Sehenswert wird Doris Dörries Film durch die stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Bilder und durch die Reibung, die zwischen denFrauen entsteht. Hier die suchende Deutsche (erfrischend: Rosalie Thomass), dort die strenge Japanerin (würdevoll: KaoriMomoi).“


tip


"Der Schwarzweiß-Film über die Geschichte zweier ungleicher Frauen, die beide versuchen, mit ihrer Vergangenheit ins Reine zu kommen, weiß mit eindrucksvollen Bildern zu überzeugen. Eindringlich ist auch die Botschaft des Films: Wichtig ist das Leben, das jetzt geführt wird – nicht das vergangene.“


Weser Kurier


"Eine Geschichte, die künstlerisch, kunstvoll und doch so natürlich erzählt ist, dass sie uns unaufgeregt bereichert.“


Abendzeitung


"Einnehmend. Der Kinozauber greift.“


Stuttgarter Zeitung


"Großes Erzählkino. ... Ein wunderbarer Film und eine Geschichtenerzählerin auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. ... Nichts wirkt gespielt in diesem Film, in dem es neben fremder Kultur auch zwei wunderschöne Frauengesichter zu entdecken gilt. Dokumentarische Aufnahmen der Katastrophe, skurrile Intermezzi aus einer pulsierenden Metropole Nippons und nicht zuletzt eine unheimliche Begegnung der dritten Art sorgen für zusätzliche Tupfer in diesem vielfarbigen Schwarz-Weiß-Film. Frau Dörries Bester!​"


Augsburger Allgemeine


"Dörrie hat einen großartig gefilmten und trotz des düsteren Themas unerwartet heiteren und hoffnungsvollen Spielfilm gedreht, der immer wieder zwischen Realität und Traum changiert.“


Fuldaer Zeitung


"Authentisch. … Große spirituelle und poetische Kraft... Berührend.“


Hamburger Morgenpost


Weitere Pressestimmen in Kürze an dieser Stelle.







 




Ab der Startwoche erfahren Sie hier stets aktuell, in welchen Kinos GRÜSSE AUS FUKUSHIMA ab dem 10. März zu sehen ist.


Mit dem Alarm-Dienst von kino-zeit.de werden Sie GRÜSSE AUS FUKUSHIMA nicht verpassen. Einfach die gewünschte Postleitzahl eingeben und Sie erhalten einmalig eine Mail, sobald GRÜSSE AUS FUKUSHIMA in Ihrer Gegend anläuft.








Am 11. März 2011 setzten ein gewaltiges Seebeben mit einer Stärke von 9,0 vor der japanischen Ostküste der Hauptinsel Honshu und ein dadurch ausgelöster Tsunami eine Kettenreaktion dramatischer Ereignisse in Gang: Die kurze Dauer des Bebens von nur 150 Sekunden reichte aus, um eine knapp 15 Meter hohe Flutwelle in Gang zu setzen, die teilweise bis zu 10 Kilometer ins Landesinnere vordrang, dadurch 561 km2 des Landes überflutete, mehr als 260 Küstenorte nahezu vollständig zerstörte und über 19.000 Menschen das Leben kostete. Auch das japanische Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wurde von dem Tsunami getroffen und von der Flutwelle überspült. In der Folge kam es in drei der sechs Reaktoren zu Kernschmelzen mit erheblicher Freisetzung von Radioaktivität.

170.000 Menschen in der Region Fukushima mussten wegen dieser freigesetzten radioaktiven Strahlung evakuiert werden und ihre Häuser verlassen. Aufgrund einer Abschätzung der Gesamtradioaktivität der freigesetzten Stoffe ordnete die japanische Atomaufsichtsbehörde die Ereignisse auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) einen Monat nach der Katastrophe mit der Höchststufe 7 als GAU ein. Das Unglück gilt seither als der schwerste Atomunfall seit der Reaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl. Durch das Reaktorunglück wurden rund 8% (ca. 30.000 km2) der Landfläche Japans und insgesamt 110.000 Tonnen Wasser kontaminiert, 750 Tonnen traten davon bereits am Unglückstag unkontrolliert aus.

Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden der Katastrophe wird auf etwa 150 Milliarden Euro beziffert. Das Gebiet der Katastrophenprovinz ist nach wie vor und wird für viele Jahrzehnte unbewohnbar bleiben.


Bis heute, fast fünf Jahre später, leben tausende Menschen noch immer in Notunterkünften. Die Bewohner des Katastrophengebiets, das weiträumig gefasst mehr als zwei Millionen Menschen zählt, sollen sich langfristig regelmäßigen Gesundheitschecks unterziehen.

Erst kürzlich, im Oktober 2015, bestätigte das japanische Gesundheitsministerium erstmals offiziell, dass die Leukämieerkrankung eines Arbeiters im AKW mit seiner Arbeit in Zusammenhang steht.

Es werden außerdem signifikante Steigerungen der Anzahl von Schilddrüsenerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in der Präfektur Fukushima gemeldet. Nach Angaben des AKW-Betreibers Tokyo Electric Power Company (TEPCO) wird es noch bis zu 40 Jahre dauern, bis das Kraftwerk überhaupt vollständig gesichert ist.

Quellen: wikipedia.de / greenpeace.org / spiegel.de / zeit.de

Informationen des Betreibers TEPCO zu den Arbeiten der Anlage des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi:
http://tinyurl.com/ox8xke3
http://tinyurl.com/6yjdrxa

Weitere Quellen für Daten & Chronologie:
http://www.theguardian.com/environment/fukushima
http://blog.safecast.org


1985 reiste Doris Dörrie erstmals nach Japan, als ihr Film „Mitten ins Herz“ auf dem Tokio International Filmfestival präsentiert wurde. „Ich war so fasziniert von Japan, dass ich durch das Land getrampt bin und mich lustvoll verirrt habe. Immer wieder wurde ich von wildfremden Menschen an der Hand genommen und weiter gebracht, selten habe ich mich so beschützt und aufgehoben gefühlt in der Fremde. Und dieses Gefühl hat sich mir tief eingeprägt: fremd und beschützt.“

Seit dieser ersten Reise war Dörrie um die 25 Mal dort, hat alle Teile des Landes bereist und ist immer tiefer in die japanische Kultur eingetaucht und hat sich auch in ihrem filmischen Schaffen immer wieder mit Japan beschäftigt. Ihr erster Film, der in Japan spielt, ERLEUCHTUNG GARANTIERT aus dem Jahr 2000 mit Gustav Peter Wöhler und Uwe Ochsenknecht, und auch KIRSCHBLÜTEN – HANAMI aus dem Jahre 2008, erzählen dabei beide ihre Geschichte aus der deutschen Perspektive , mit deutschen Hauptfiguren, die nach Japan reisen. Ausgangspunkt beider Handlungen war Deutschland. Dies ist bei GRÜSSE AUS FUKUSHIMA erstmals anders.

Doris Dörrie beschreibt die Entstehung des Films folgendermaßen: „Der Ausgangspunkt für GRÜSSE AUS FUKUSHIMA war dieses Mal in Japan selbst. Ich bin im November 2011, ein gutes halbes Jahr nach der Katastrophe, nach Fukushima gereist.


Dort hatte ich zwei Begegnungen, die den Anstoß für diesen Film gegeben haben: Ich habe einen alten Mann gesehen, der auf den Fundamenten seines völlig zerstörten Hauses stand. Er hatte auch ein halbes Jahr nach der Katastrophe immer noch nicht wirklich begriffen, was ihm passiert war. Er hatte seine gesamte Familie verloren, sein Haus, Hab und Gut, sein gesamtes Leben. In unserem Gespräch hat er wiederholt diesen einen Satz gesagt, „Ich kann es nicht begreifen, was mir zugestoßen ist.“

Dörrie hat danach auch die Container-Unterkünfte, den „Temporary Housing Communities“, besucht, in denen auch heute noch Opfer der Katastrophe untergebracht sind. Und auch dort traf sie auf alte Menschen, vornehmlich Frauen. Die Jungen hatten die Region verlassen. Ihr fiel auf, dass in diesen „Housing Communities“ komplette Langeweile und Stillstand eingetreten war. Niemand kümmerte sich mehr um die Menschen vor Ort. „Die Begegnung mit dem alten Mann und der Besuch dieser „Housing Communities“ bildeten dann für mich den Nukleus der Geschichte, die ich erzählen wollte. Ich habe, mit diesen Eindrücken im Gepäck angefangen, über eine alte Frau zu schreiben. Eine Japanerin. Und damit hat sich die Perspektive von Anfang verändert, die Geschichte hatte von Anfang an, anders als bei den Filmen, die ich zuvor dort gedreht habe, eine japanische Perspektive“, erzählt Dörrie.




Seit gut 15 Jahren hat Doris Dörrie gemeinsam mit Associate Producer Ruth Stadler, mit der sie schon seit 30 Jahren zusammen Filme macht, und dem Ausführenden Produzenten Patrick Zorer eine eigene Struktur des Filmemachens entwickelt. Entstanden ist diese Struktur aus der Erkenntnis, dass die digitale Technik die Möglichkeiten geschaffen hat, sich von den „normalen“ Gesetzen und Regeln für Dreharbeiten quasi zu verabschieden.

Es begann bei ERLEUCHTUNG GARANTIERT (2000), für den die vielbeschäftigte Künstlerin erstmals in Japan in einem entlegenen Kloster drehte. Aus der Erfahrung dieser Dreharbeiten in Japan entstand nach und nach ein „System der Regelverletzung“, wie Dörrie und Stadler es nennen, das sie seit dem immer weiter getrieben haben. So haben sie bei KIRSCHBLÜTEN – HANAMI (2008), bei dem Hanno Lentz als Kameramann zum Kernteam um Doris Dörrie stieß und bei ihren letzten fünf Filmen für die Kameraarbeit verantwortlich zeichnete, schließlich auf viele Dinge verzichtet, die man allgemein mit Dreharbeiten in der Verbindung bringt – also z.B. ein personell großes Drehteam, ein Masken-Department, ein Kostüm-Department, eine generalstabsmäßige Planung der Drehtage.

„Damals ist etwas entstanden, was ich den „Tanz mit dem Chaos“ nenne“, beschreibt Dörrie den neu entwickelten Arbeitsstil ihres Teams. „Das kann man sich nur leisten, wenn man wahnsinnig viel Erfahrung hat. Man gibt viele Dinge auf und öffnet zugleich alles. Wir wissen aufgrund unserer Erfahrung, wie es möglich ist, eine Struktur gerade noch zu halten, damit gearbeitet werden kann, und zugleich diese Struktur sich immer wieder so öffnet, dass Dinge entstehen können, die in einem normalen Drehablauf nicht entstehen können.“

Der wichtigste große Vorteil ist sicherlich der Gewinn von Beweglichkeit. Denn mit einem kleinen Team ist es möglich, auch in Ländern mit schwierigen Drehbedingungen, wie bei FUKUSHIMA, zu drehen. Und daraus folgte durch die Beschränkung auf das Notwendigste für alle Beteiligten ein Gewinn von Beweglichkeit und Freiheit, der größere Spielräume für den kreativen Prozess und die Entwicklung der Geschichte mit sich brachte.


„Wir versuchen seit vielen Jahren, uns in die Realität zu schmuggeln, und nicht die Realität dazu zu verdonnern, unseren Vorstellungen zu entsprechen, wie wir sie mal im Drehbuch festgelegt haben. Das ist kompliziert und schwer zu verstehen für Leute, die ein klares Regelwerk beim Filmemachen gewöhnt sind. Ein relativ anarchistischer Zugang“, erklärt Dörrie diese Arbeitsweise. Drehorte ihrer Filme sind folgerichtig meist Originalschauplätze, die Realität wird in den Dreh vielfältig integriert, sei es an einem menschenüberfüllten Ort wie einer Bahnstation in Tokio oder auch am Hauptdrehort von GRÜSSE AUS FUKUSHIMA in der Region Minamisoma.

Die Handlung beginnt in GRÜSSE AUS FUKUSHIMA in einer „Temporary Housing Community“ und entwickelte sich aus dem Zusammenspiel von alten Japanerinnen, die vor Ort leben, Laiendarstellern wie Moshe Cohen und Nami Kamata und den beiden Schauspielerinnen Rosalie Thomass und Kaori Momoi. Die Handlung wird dadurch real und greifbar. Ebenso wie die Kernhandlung des Films, der Kampf der Hauptfiguren mit der Last und dem Schmerz der Erinnerung und dem gemeinsamen Lernen eine für die Zukunft tragfähige Haltung zu der persönlichen Katastrophe zu erlangen, durch den Handlungsort in dem heute abgelegenen und verlassenen Katastrophengebiet in Minamisoma manifestiert wurde. All das wäre mit einem „normalen“ Drehteam schon logistisch nicht denkbar und würde damit den Fluss des Geschichten-Erzählens, wie die Regisseurin ihn sich wünscht, nicht ermöglichen. Rosalie Thomass beschreibt es so: „Ich finde, dass Doris sehr genau guckt und in den entscheidenden Momenten auch sagt, sie braucht noch dies und das, aber die meiste Zeit habe ich das Gefühl, sie macht sich auf und guckt sich erstmal an, was kommt. Und das ist unglaublich schön.“

Doris Dörrie sagt hierzu fast schon lapidar: „Wir wollen eine gute Geschichte gut erzählen. Und wir wollen eine Geschichte erzählen, die einen sehr realen Hintergrund hat, den man auch sehr real spürt. Das wird sehr physisch manifest, allein durch den Wind und diese Location und diese Leute, die in diesem Film spielen und an ihm teilgenommen haben. Aber zugleich ist es eine Geschichte.“




Doris Dörrie und Rosalie Thomass sind das erste Mal zufällig nach einer Filmvorführung bei einem Festival ins Gespräch gekommen und haben sich danach immer wieder getroffen. Als Dörrie der jungen Schauspielerin davon erzählte, dass sie einen Film in Fukushima drehen will, war Thomass zunächst einfach nur beeindruckt von dem Mut der Regisseurin, in so einer Region drehen zu wollen. Als Dörrie ihr die Rolle der Hauptfigur Marie anbot, war ihr erster Impuls, dass sie Lust hatte, mit der Regisseurin auf diese Reise zu gehen. „Ein umwerfendes Buch, und eine tolle Frauenfigur, weil diese Figur viel darf“, beschreibt Thomass diesen ersten Impuls und führt aus, dass sie der kulturelle Gegensatz der beiden Frauen in dem Film besonders gereizt hat. Die eine, die von zu Hause davon gelaufen ist, aber vor Ort erkennen muss, dass ihre Probleme im wahrsten Sinne des Wortes Luxusprobleme sind im Vergleich mit den Problemen der Menschen, die ihr in Japan begegnen. Für Thomass ist es eine sehr poetische und universelle Erzählung über Schmerz.

Doris Dörrie beschreibt den Kern der Handlung folgendermaßen: „Die junge Frau lernt von dieser alten Frau etwas sehr japanisches und das ist Haltung, Haltung seinem eigenen Schmerz gegenüber. Und zugleich dreht sich die Geschichte auch um, dass diese alte Frau, die durchaus auch sehr hart ist auch etwas von der jungen Deutschen bekommt und das ist so etwas wie eine Aufforderung zur Regelverletzung und ein bisschen ein Aufweichen sich selbst gegenüber.“

Die Geschichte zweier Frauen, die mit völlig verschiedenen Background und gefangen in der eigenen Vergangenheit gemeinsam lernen, sich von ihren persönlichen Erinnerungen zu befreien, gedreht am Ort einer Dreifach-Katastrophe mit Laiendarstellern und den Menschen, die dort auch heute noch leben.


Auch für Kaori Momoi, die in Japan sehr berühmt ist, war von Anfang an klar, dass sie bei einem solch spannenden Filmprojekt dabei sein wollte. „Sie war wild entschlossen von der ersten Minute an“, erzählt Doris Dörrie zu diesem Besetzungsglück. Nicht zuletzt, dass sich bisher kein japanischer Filmemacher dieses in ihren Augen sensiblen Themas angenommen hat, war für Momoi ein wichtiger Grund, diese Geschichte mit erzählen zu wollen. Die weitere Besetzung besteht zum großen Teil aus Laiendarstellern, wie Moshe Cohen, einer der amerikanischen Begründer der NGO von „Clowns ohne Grenzen“, der seit vielen Jahren um die Welt reist von einem Katastrophengebiet zum anderen. Diese NGO hat es sich zum Ziel gesetzt, durch Clown-Auftritte und Clown-Workshops einen Moment der Leichtigkeit in Regionen der Welt zu bringen, in denen das Leben gerade sehr schwer ist.

Eine weitere Laiendarstellerin von GRÜSSE AUS FUKUSHIMA ist Nami Kamata, eine ursprünglich aus der Region Fukushima stammende Münchnerin, mit der Doris Dörrie schon seit Jahren als Musikerin zusammen arbeitet. Als Mitglied des Duos Coconami, einer Münchener Band, trug sie schon bei Dörries’ Miniserie „Klimawechsel“ und dem Film ALLES INKLUSIVE zur Filmmusik bei. Umso mehr freute es die Regisseurin, dass Nami Kamata schon aus biografischen Gründen auch gleich dabei sein wollte und bereit war, für ihren neuesten Film auch vor der Kamera aufzutreten. Alte Bekannte aus dem Film KIRSCHBLÜTEN – HANAMI, wie der Butoh-Tänzer Tadashi Endo oder die Schauspielerin Aya Irizuki haben auch in diesem Film wieder kleine Parts übernommen.

Und besonders dankbar ist das Filmteam den Bewohnern der „Temporary Housing Community“ in Minamisoma, die sie mit offenen Armen aufgenommen und an diesem Film mitgearbeitet haben.